Warum sprechen wir nur von 7 Geboten?

Frage: Warum sprechen wir nur von 7 Geboten, die ein Noachide halten soll? Wenn ein Noachide den Sabbat hält, hält er ja mehr als 7 Gebote.

Antwort von Rabbi Yeshayahu Hollander: Der Ausdruck “7 Noachidische Gebote” erscheint in einer Beraita im Traktat Sanhedrin im Talmud, wo eine Liste der 7 Gebote aufgeführt ist. 6 Verbote und 1 Gebot Gerichte zu schaffen. Gemäss einer Quelle im Talmud sind es insgesamt 30 Gebote (Chulin 92), und es gibt eine Diskussion zu den Details dieser 30 Gebote. Rabbi Aaron Lichtenstein (von den USA, ein Cousin von Rabbi Aharon Lichtenstein von Alon Shevut, Israel) hat eine Liste von 66 Geboten erstellt. Die „sieben Mitzwot“ können als generelle Prinzipien oder Kategorien von Geboten betrachtet werden, so wie die „Zehn Gebote“ auch alle 613 Gebote, die die Juden halten sollen, beinhalten.

Gemäss Rav Nissim Gaon sind Bnei Noach verpflichtet, alle Gebote zu halten, die ihnen logisch erscheinen. Jedoch gibt es hier ein Problem: Einige Praktiken, die in der einen Gesellschaft passend und vernünftig erscheinen, werden in einer anderen Gesellschaft als unpassend angesehen. Deshalb erscheinen diese Gebote nicht in der Standard-Liste.

Es ist klar, dass Noachiden mehr Gebote auf sich nehmen dürfen, wenn sie das wünschen. Aber Gott hat es ihnen nicht ausdrücklich befohlen und deshalb sind diese freiwilligen Taten nicht in der Liste der Gebote aufgeführt.

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Über Rabbi Oury Cherki

Rabbi Oury Cherki
1959 in Algerien geboren, wuchs er in Frankreich auf und wanderte 1972 nach Israel aus. Er studierte Torah bei unserem Lehrer und Rabbiner Rabbi Zvi Yehuda HaCohen Kook s.A. und seinen Schülern, bei Rabbi Yehuda Leon Ashkenazi ("Manitou") s.A. und Rabbi Shlomo Binyamin Ashlag s.A.. Rabbi Cherki leitet die israelische Abteilung des Machon Meir, das „Meir Zentrum für jüdische Studien in Französisch" (CMEJ) und das Noachidische Weltzentrum. Er versieht auch den heiligen Dienst als Rabbiner der Gemeinde "Beit Yehuda" in Kiryat Moshe, Jerusalem.

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